Daimler AG unterstützt Gehörlose im Deutschen Behindertenrat (DBR)
- Stuttgart – 03.04.2012 – Wenn Gehörlose ihre Anliegen präsentieren wollen, vermitteln Gebärdendolmetscher zwischen der hörenden und der nicht hörenden Welt. Doch oft genug scheitert die Inklusion an den Kosten. Der Autobauer Daimler unterstützt deshalb die Teilhabe gehörloser Menschen im Deutschen Behindertenrat (DBR) mit einer großzügigen Spende von 8000 Euro zur Finanzierung von Gebärdendolmetschern bei Sitzungen des DBR. Scheckübergabe in der Daimler-Zentrale in Stuttgart (von links): Prof. Dr. Eckhard Kreßel, Leiter Personal und Arbeitspolitik bei der Daimler AG, VdK-Präsidentin und diesjährige DBR-Sprecherratsvorsitzende Ulrike Mascher, und Alfons Adam, Gesamtvertrauensperson der schwerbehinderten Menschen bei Daimler. Im DBR haben sich alle wichtigen Organisationen von Menschen mit Behinderung zusammengeschlossen. Mitglied ist auch der Deutsche Gehörlosenbund, der nun mithilfe der Gebärdendolmetscher noch aktiver die politischen Anliegen des DBR unterstützen kann. VdK-Präsidentin Ulrike Mascher, die amtierende DBR-Sprecherratsvorsitzende, nahm in der Stuttgarter Daimler-Zentrale den Scheck entgegen.
In Inklusion investiert
“Inklusion ist bei Daimler an allen Standorten ein großes Anliegen”, begründete Professor Dr. Eckhard Kreßel, Leiter Personal- und Arbeitspolitik Daimler AG, das ungewöhnliche Engagement des Autobauers. “Wir würden uns sogar noch mehr Bewerbungen von Menschen mit Behinderung wünschen.” Seit einigen Jahren hat der Konzern seine Bemühungen um die Inklusion von Menschen mit Behinderung stark intensiviert. Der Anteil von Menschen mit Behinderung an der Belegschaft beträgt derzeit etwa sechs Prozent und liegt damit deutlich über dem derzeitigen Bundesdurchschnitt von 4,3 Prozent in der verarbeitenden Industrie. Seit 2006 wurden beispielsweise 180 Jugendliche mit Behinderung erfolgreich ausgebildet – und alle übernommen. Zusätzlich gibt es an vier Standorten Projekte, in denen jährlich etwa 40 bis 50 Jugendliche mit Lernbehinderung eine Helferausbildung im Metallbereich absolvieren. Auch diese Jugendlichen werden nach ihrer Ausbildung gewöhnlich übernommen.
Mit VdK kooperiert
Sehr gute Erfahrungen hat die Daimler AG speziell in der Ausbildung und Beschäftigung von gehörlosen Jugendlichen gemacht. Im Rahmen des Projekts “AutoMobil” wurden deren Ausbildungsmöglichkeiten in der Daimler AG erprobt und wissenschaftlich begleitet. Kooperationspartner war auch der Sozialverband VdK, dessen Abteilung Sozialpolitik Schulungen im Bereich Sozialgesetzbuch IX für Ausbildungsverantwortliche im Betrieb durchführte. Koordiniert wurde das Projekt von Alfons Adam, Konzern- und Gesamtvertrauensperson der schwerbehinderten Menschen in der Daimler AG. Er knüpfte jetzt auch die Verbindung vom Stuttgarter Konzern zum DBR nach Berlin.
VdK-Präsidentin Ulrike Mascher dankte Professor Dr. Eckhard Kreßel im Namen des DBR für die Unterstützung: “Menschen mit Behinderung haben das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe, das hat die UN-Behindertenrechtskonvention klar formuliert. Dieses Geld hilft, wieder ein paar Barrieren mehr abzubauen.” (Quelle)